Viele Frauen sehen sich nach einem Boudoir-Shooting anders als vorher. Das erzählen sie mir im Atelier, und so steht es auch in vielen Bewertungen. Belastbare Studien speziell zu Boudoir-Shootings habe ich keine gefunden. Gut erforscht ist dagegen, wie Frauen ihren Körper sehen und was diesen Blick beeinflusst.

Wie Frauen ihren Körper sehen
In einer repräsentativen YouGov-Umfrage aus dem Jahr 2019 mit 2.064 Erwachsenen in Deutschland sagten 54 Prozent der Frauen, dass sie sich in ihrem Körper wohlfühlen. Bei den Männern waren es 65 Prozent.
Zu älteren Frauen gibt es eine große Studie aus den USA. In der GABI-Studie (Gender and Body Image) mit 1.789 Frauen ab 50 waren nur 12,2 Prozent mit ihrer Figur zufrieden. Selbst von diesen zufriedenen Frauen störten sich 78,8 Prozent an ihrer Haut und 56,2 Prozent an ihrem Bauch (Runfola u. a., Journal of Women & Aging, 2013).
Solche Zahlen hängen stark davon ab, wie man fragt. Eine Übersichtsarbeit über sieben Studien aus den USA fand Werte zwischen 11 und 72 Prozent unzufriedener Frauen und zwischen 8 und 61 Prozent unzufriedener Männer. Die große Spanne erklären die Forschenden vor allem mit unterschiedlichen Messmethoden (Fiske u. a., Eating Behaviors, 2014).
Auf vielen Fotografen-Websites stehen Sätze wie „85 Prozent der Frauen fühlen sich nach dem Shooting selbstbewusster“. Eine nachprüfbare Quelle dafür habe ich nicht gefunden, deshalb verwende ich solche Zahlen nicht.
Was die Haltung ausmacht
Eine Studie aus Valencia passt gut zu dem, was ich beim Posing sehe. 68 junge Frauen, die mit ihrem Körper unzufrieden waren, schauten sich im Spiegel an. Die Hälfte hatte vorher zwei Minuten lang eine aufrechte, offene Haltung eingenommen: Brust raus, Schultern zurück, Hände an den Hüften. Die andere Hälfte stand mit rundem Rücken und hängenden Schultern. Wer offen dastand, hatte beim Blick in den Spiegel mehr positive Gefühle, und in weiteren Auswertungen hing das mit einer besseren Bewertung des eigenen Körpers zusammen (Miragall u. a., PLoS ONE, 2018).
Ob sich das auf ein Fotoshooting übertragen lässt, dazu habe ich keine Studie gefunden. Zu meiner Arbeit passt es aber: Beim Posing richte ich den Oberkörper auf, öffne die Schultern und gebe den Händen etwas zu tun. Mit dieser Haltung wirken Frauen auf den Bildern sicherer.

Was während eines Shootings passiert
Oft beginnt die Veränderung schon mit der Entscheidung. Sich einen Termin nur für sich und die eigenen Bilder zu nehmen, kostet viele Frauen Überwindung. In der Vorbereitung beschäftigst du dich mit Fragen wie „Was ziehe ich an?“ und „Wie möchte ich mich zeigen?“. Dabei geht es um das, was dir an dir gefällt.
Im Atelier zeige ich dir jede Pose, und du machst sie nach. Dabei läuft Musik. Außer mir ist niemand dabei, es sei denn, du bringst eine Begleitung mit oder hast die Make-up-Artistin gebucht. Die Aufregung vom Anfang legt sich meist schnell, wann genau, ist bei jeder Frau anders.
Der stärkste Moment kommt oft bei der Bildauswahl. Du siehst dich auf Fotos, auf denen das Licht stimmt und die Haltung sitzt, und erkennst dich trotzdem wieder.
Ich hatte gehofft, ich könnte mich so mit anderen Augen sehen und das hat absolut geklappt!
Stefanie, Google-Bewertung
Selbst wenn man aus eigener Sicht viele ‚Baustellen‘ oder ‚Problemzonen‘ hat, René schafft es, dass du dich wunderschön fühlst.
Lena-Fabienne, Google-Bewertung
Frauen ab 40
Zu mir kommen viele Frauen über 40. Die GABI-Zahlen oben betreffen Frauen ab 50 und zeigen, wie verbreitet die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper in der zweiten Lebenshälfte ist. Die meisten Frauen in diesem Alter möchten bei mir sehen, wie sie heute in gutem Licht aussehen. Mehr dazu steht in meinem Artikel „Boudoir für Best Ager“.

Was ein gutes Shooting dafür braucht
Ich fotografiere seit 2005, seit 2008 hauptberuflich. Mit den Jahren weiß ich ziemlich schnell, welche Pose und welches Licht zu welchem Körper passen, und diese Sicherheit überträgt sich vor der Kamera. Mein Licht kommt von Profoto-Blitzgeräten mit Lichtformern, die ich genau einstellen kann. Das ergibt weiche Übergänge auf der Haut und Schatten an den richtigen Stellen.
Genauso wichtig ist der geschützte Rahmen. Im Atelier arbeite ich ohne Team und ohne Publikum, und ich veröffentliche kein Bild ohne deine schriftliche Freigabe.
Was ein Shooting leisten kann
Ein Boudoir-Shooting ersetzt keine Therapie. Wenn du stark unter deinem Körperbild leidest, sprich mit deiner Hausärztin oder einer Psychotherapeutin. Für viele Frauen ist das Shooting aber ein Anlass, sich selbst freundlicher anzusehen, und die Bilder erinnern sie später daran.
Was dich bei einem Boudoir-Shooting erwartet, steht auf der Seite Boudoir-Fotografie in Hamburg, was es kostet, auf der Preisseite. Alle Tipps für das erste Mal habe ich in meinem Artikel „Dein erstes Boudoir-Shooting“ gesammelt.
Quellen
- YouGov Deutschland: Umfrage zum Körpergefühl, 2.064 Befragte ab 18 Jahren, veröffentlicht am 29.11.2019
- Runfola, C. D. u. a.: Gender and Body Image (GABI) Study, Journal of Women & Aging, online veröffentlicht am 11.10.2013 (Zusammenfassung bei ScienceDaily)
- Fiske, L., Fallon, E. A., Blissmer, B., Redding, C. A. (2014): Prevalence of body dissatisfaction among United States adults: Review and recommendations for future research. Eating Behaviors 15(3), 357–365
- Miragall, M. u. a. (2018): Expand your body when you look at yourself: The role of the posture in a mirror exposure task. PLoS ONE 13(3), e0194686
Die Zitate stammen aus den Google-Bewertungen meines Studios. Google prüft Bewertungen nach eigenen Richtlinien; eine zusätzliche Echtheitsprüfung durch mich findet nicht statt.